Neues Transfer Control Terminal Nürnberg eingeweiht

Im feierlichen Rahmen wurde das neue Transfer Control Terminal (TCT) des internationalen Airport Nürnberg am 25. Januar 2007 offiziell eingeweiht. Vor rund 360 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur sprachen neben Geschäftsführer Karl-Heinz Krüger Staatsminister Dr. Günther Beckstein und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.3,97 Millionen Passagiere wurden im zurückliegenden Jahr 2006 am Airport Nürnberg gezählt (plus 3,1 Prozent). Die Zahl der Flugbewegungen stieg auf 61.979 (plus 4,5 Prozent). Das Frachtaufkommen nahm um 21,8 Prozent auf 98.264 Tonnen zu (inklusive Trucking).

Das neue TCT entstand im Rahmen des mittelfristigen Investitionsprogramms, das der Airport Nürnberg im vergangenen Jahr vorgestellt hatte: Es sieht Investitionen  in Höhe von rund 150 Millionen Euro bis zum Jahr 2015 vor; 30 Millionen Euro entfielen dabei auf den Bau des TCT sowie auf die ebenfalls neue Hauptpforte Tor 1. „Mit diesem Investitionsprogramm sind wir optimal dafür aufgestellt, den kontinuierlichen Ausbau des Linienverkehrs voranzutreiben und unsere starke Position als zentraleuropäisches Touristikdrehkreuz zu festigen“, so Flughafengeschäftsführer Krüger.

„Die angenehme, ja sympathische Ausstrahlung dieses Gebäudes, das sich nahtlos dem Charakter der bestehenden Terminalgebäude anpasst, ist eine großartige Leistung der Architekten, Ingenieure, Planer und ausführenden Kräfte“, lobte Krüger das neue Terminal.

Das TCT dient nicht nur der Erweiterung der Kapazitäten, sondern in erster Linien der Umsetzung neuer gesetzlicher Regelungen in Bezug auf die Luftsicherheit. Die neue Verordnung der Europäischen Union (2320/2002) forderte die Flughäfen auf, dass ankommende Passagiere aus sogenannten Non-EU-Ländern vor ihrer Weiterreise in die EU vollständig kontrolliert werden und sich zuvor nicht mit bereits kontrollierten Fluggästen vermischen dürfen.  „Für eine bauliche Lösung für dieses komplizierte Geflecht der Passagierströme gab es kein Vorbild“, betonte Krüger, „doch wir haben es geschafft!“ Nach intensiver Vorplanung und einer rekordverdächtigen Bauzeit von nur anderthalb Jahren eröffnet das TCT pünktlich zur Aufnahme des Winterflugplans 2006/2007 für den Winterurlaub oder eine Reise am Valentinstag für Verliebte.

Im Innern des dreigeschossigen, 37 mal 63 Meter umfassenden TCT sorgt ein ausgeklügeltes Gängesystem dafür, dass der Fluggast nur die Kontrollpunkte – also Sicherheitskontrolle, Grenzpolizei und Zoll – passiert, die je nach Herkunft und Ziel für den Einzelnen unbedingt erforderlich sind. Außerdem wurde durch das TCT der Warteraumbereich wesentlich erweitert, der mit Sitzgelegenheiten, einem großen Duty free-Shop, einer Bar sowie mehreren Toilettenanlagen ausgestattet ist. Obwohl es sich bei dem TCT um einen reinen Zweckbau handelt, erscheint das Gebäude durch sein großzügiges Ambiente, Natursteinböden, transparente Wände, Glasfassaden und Oberlicht ausgesprochen offen und ansprechend.

Das TCT verfügt über eine Grundfläche von 3.100 Quadratmetern, eine Geschossfläche von 8.550 Quadratmetern und eine Baumasse von 44.000 Kubikmetern. Rund 400 Tonnen Stahl wurden verarbeitet, dazu 6.000 Kubikmeter Stahlbeton. Die gläserne Fassade misst 1.700 Quadratmeter.

Als weitere Neubaumaßnahme aufgrund der neuen europäische Gesetzeslage entstand das Empfangsgebäude Tor 1, das im Jahr 2006 den Betrieb aufnahm. Auf der aktuellsten Großbaustelle am Airport Nürnberg wächst derzeit das Parkhaus P3 in die Höhe, das die Stellplatzkapazität ab Sommer 2007 erweitern wird. Parallel dazu laufen die Tiefbauarbeiten zum größtem zusammenhängenden Renaturierungsprogramm im Nürnberger Norden: dem Bucher Landgraben. Zu den weiteren großen Mittelfristprojekten gehören unter anderem ein Dienstleitungszentrum mit vielfältigen Shoppingmöglichkeiten und das Airport Business Center mit privat finanzierten, grazilen Bürotürmen.

Krüger: „Ein leistungsfähiger Träger der Infrastruktur in der Metropolregion Nürnberg zu sein, für diesen Anspruch steht der Airport Nürnberg auch Morgen. Darüber hinaus werden wir – das symbolisiert die freundliche, aufgeschlossene Architektur – einer der beliebtesten Flughäfen Europas bleiben. Bei uns dürfen Sie sich wohlfühlen!“

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Urlaub auf dem Bauernhof im Trend

Naturnahe Erholung und Biothemen zum Anfassen – Wirtschaftliche Bedeutung wächstDie Vorsitzende des Tourismusausschusses sieht „Urlaub auf dem Bauernhof“ im Trend. „Hautnahes Naturerleben erfreut sich bei deutschen Urlaubern wachsender Beliebtheit“, sagte die Politikerin anlässlich der Grünen Woche in Berlin. So sei für 37 Prozent das Erleben von Natur ein Reisemotiv. „Hiervon konnten auch die rund 25.000 Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof in Deutschland profitieren“, sagte Mortler. Sie seien zunehmend als Reiseziel gefragt.

„Die Gelegenheit, mit Hand anzulegen oder einen Blick hinter die Kulissen zu wagen, ist auf den meisten Höfen heute selbstverständlich“, sagte die Ausschussvorsitzende. Das Erleben von Biothemen zum Anfassen, sei mit großen Chancen für den ländlichen Raum verbunden: „Es hilft, das Bewusstsein der Gäste für ländliche Themen zu schärfen“, urteilte die Vorsitzende.

Die CSU-Politikerin hob die wachsende wirtschaftliche Bedeutung des Landtourismus hervor. Urlaub auf dem Bauernhof trage heute oft einen erheblichen Anteil zum Betriebseinkommen in der Landwirtschaft bei und sichere zahlreiche Arbeitplätze im ländlichen Raum. So schaffe die Beherbergung auf Bauernhöfen und Privatzimmern auf dem Land Schätzungen zufolge etwa 500.000 direkte oder indirekte Jobs in Europa.

Noch Wachstumspotenzial macht die Politikerin in Deutschland beim Thema „Urlaub zum Mitnehmen“ aus: „Wir nutzen die Gelegenheit, regionale Spezialitäten über den Urlaub hinaus zu vermarkten, noch viel zu wenig.“ Hier lohne sich ein Blick ins Ausland: 2005 kennzeichneten die Deutschen gerade einmal 67 Produkte, die Italiener hingegen 156 Erzeugnisse mit einer „geschützten Ursprungsbezeichnung“ oder „geschützten geographischen Angabe“.