Streit um Schadensersatz

Die Regierung in Asunción will im Februar vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen die Schweiz klagen. Grund ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofes in der Schweiz, das Paraguay verpflichtet, für den Schaden des Kredit-Betruges durch den ehemaligen Honorar-Konsul, Gustavo Gramont Berres, aufzukommen. Der Oberste Gerichtshof der Schweiz hat Paraguay im Mai 2005 zur Zahlung von 85 Millionen US-Dollar an zehn Banken verurteilt. Laut Außenminister Rubén Ramírez Lezcano weigere sich seine Regierung auch weiterhin dem Urteil des schweizer Gerichtes nachzukommen. Gramont Berres wurde von dem ehemaligen Machthaber Alfredo Stroessner zum Honorar-Konsul in Genf ernannt. Dort fälschte er in den Jahren 1986/87 offizielle paraguayische Staats-Dokumente, um zwei Darlehen von einer Schweizer Bank zu erlangen. Laut Lezcano seien diese Darlehen niemals vom Kongress genehmigt worden, was jedoch eine notwendige verfassungsrechtliche Voraussetzung sei.

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